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Subjects History and Archaeology History

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'My Name Is Not Natasha' : How Albanian Women in France Use Trafficking to Overcome Social Exclusion (1998-2001)

Authors:
Book Series: IMISCoe Dissertations ISBN: 9789053567074 Year: Pages: 324
Publisher: Amsterdam University Press
Subject: History --- Migration --- Philosophy
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Abstract

This book challenges every common presumption that exists about the trafficking of women for the sex trade. It is a detailed account of an entire population of trafficked Albanian women whose varied experiences, including selling sex on the streets of France, clearly demonstrate how much the present discourse about trafficked women is misplaced and inadequate. The heterogeneity of the women involved and their relationships with various men is clearly presented as is the way women actively created a panoptical surveillance of themselves as a means of self-policing. There is no artificial divide between women who were deceived and abused and those who "choose" sex work; in fact the book clearly shows how peripheral involvement in sex work was to the real agenda of the women involved. Most of the women described in this book were not making economic decisions to escape desperate poverty nor were they the uneducated naïve entrapped into sexual slavery. The women's success in transiting trafficking to achieve their own goals without the assistance of any outside agency is a testimony to their resilience and resolve.

Dit boek is een gedetaillerd onderzoek naar een groep Albanese vrouwen werkzaam in de seksindustrie in Parijs. My Name is Not Natasha laat zien hoe deze vrouwen, gedwongen of bewust 'gekozen' voor het beroep, allerminst het slachtoffer zijn van een economisch uitzichtloze situatie. Ze zijn evenmin naïve laagopgeleide vrouwen, onder valse voorwendselen de seksslavernij ingelokt. Dit boek laat zien dat ze zonder hulp van buitenaf weerbaar zijn en hun eigen doelen weten te bereiken. Het is een getuigenis van hun veerkracht en zelfredzaamheid.

(De)formierte Körper - Die Wahrnehmung und das Andere im Mittelalter

Authors: ---
ISBN: 9783863950248 Year: Pages: 198 Language: German
Publisher: Universitätsverlag Göttingen
Subject: History
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Abstract

Die Bedeutung des Körpers in der Kultur des Mittelalters ist in den letzten Jahren immer wieder ins Zentrum der Forschung gerückt — ebenso wie Fragen nach dem Einfluss von Wahrnehmungsmechanismen und -vorgängen auf die Literatur und Kunst dieser Zeit. Dass beide Forschungsgebiete eng zusammen gehören, wird bereits durch die antiken Rhetoriken, in denen der deformierten Körperlichkeit eine besondere wahrnehmungsstimulierende Funktion zugesprochen wird, gestützt. Auch das komplizierte und immer wieder kontrovers diskutierte Wechselverhältnis von ‚Innen‘ und ‚Außen‘, deutet darauf hin, dass insbesondere der deformierte Körper bestimmte Erwartungen bezüglich des zugehörigen Inneren weckt, zugleich aber auch bei einem Betrachter dieses deformierten Körpers sehr spezifische Wahrnehmungsvorgänge auslöst. Neben Körper und Wahrnehmung wird so ein Drittes sichtbar — das Andere, einmal verstanden als das Fremde, das in der Betrachtung und Reflexion der halbvertrauten Deformation aufscheint, einmal als das Ur-Eigene, die Seele selbst, als das Komplement der korrumpierten Hülle. Der Band (ebenso wie der Folgeband) vereint dabei nicht nur literaturwissenschaftliche und kunstgeschichtliche Beiträge, sondern schlägt zugleich die Brücke zur Medizingeschichte, zu den Dis/ability Studies u. ä., um so zu zeigen, dass nicht nur der künstlich-künstlerisch entworfene, sondern auch der ‚reale‘ deformierte Körper erst in seinem Verhältnis zu den Wahrnehmungstheorien seiner Zeit zu verstehen ist.

Die Bedeutung des Körpers in der Kultur des Mittelalters ist in den letzten Jahren immer wieder ins Zentrum der Forschung gerückt — ebenso wie Fragen nach dem Einfluss von Wahrnehmungsmechanismen und -vorgängen auf die Literatur und Kunst dieser Zeit. Dass beide Forschungsgebiete eng zusammen gehören, wird bereits durch die antiken Rhetoriken, in denen der deformierten Körperlichkeit eine besondere wahrnehmungsstimulierende Funktion zugesprochen wird, gestützt. Auch das komplizierte und immer wieder kontrovers diskutierte Wechselverhältnis von ‚Innen‘ und ‚Außen‘, deutet darauf hin, dass insbesondere der deformierte Körper bestimmte Erwartungen bezüglich des zugehörigen Inneren weckt, zugleich aber auch bei einem Betrachter dieses deformierten Körpers sehr spezifische Wahrnehmungsvorgänge auslöst. Neben Körper und Wahrnehmung wird so ein Drittes sichtbar — das Andere, einmal verstanden als das Fremde, das in der Betrachtung und Reflexion der halbvertrauten Deformation aufscheint, einmal als das Ur-Eigene, die Seele selbst, als das Komplement der korrumpierten Hülle. Der Band (ebenso wie der Folgeband) vereint dabei nicht nur literaturwissenschaftliche und kunstgeschichtliche Beiträge, sondern schlägt zugleich die Brücke zur Medizingeschichte, zu den Dis/ability Studies u. ä., um so zu zeigen, dass nicht nur der künstlich-künstlerisch entworfene, sondern auch der ‚reale‘ deformierte Körper erst in seinem Verhältnis zu den Wahrnehmungstheorien seiner Zeit zu verstehen ist.

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HB --- HB

100 Jahre Georgia Augusta Gottingensis - (K)ein Grund zum Feiern - Prosa und Dichtung über die Säkularfeier 1837

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ISBN: 9783941875456 Year: Pages: 122 Language: German
Publisher: Universitätsverlag Göttingen
Subject: Languages and Literatures --- History --- Science (General)
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Abstract

Die Georgia Augusta feierte im September 1837 mit einem ganz Göttingen zur Bühne machenden Fest ihr Hundertjahrjubiläum. Die Feierlichkeiten dauerten drei Tage und waren glanzvoll. Um für eine breitere zeitgenössische Öffentlichkeit die Jubiläumsaktivitäten zu dokumentieren und um den „Festmarathon“ als einen der Höhepunkte der Universitätsgeschichte für die Nachwelt festzuhalten, erschienen 1838 bei drei deutschen Verlegern in drei deutschen Städten drei Festbeschreibungen. Zwei davon halten für den Leser Überraschungen bereit: Eduard Beurmanns Prosabericht ist in höchstem Maße kritisch, ja zum Teil sogar sarkastisch, Christianus Juvenalis hat sich für eine hexametrische Satire (!) als „Geburtstagsgeschenk“ entschieden, nur Friedrich Wilhelm Rettbergs Schilderung liegt auf der offiziellen (d.h. enkomiastischen) Linie. Das vorliegende Bändchen bietet eine vergleichende Interpretation dieser drei kulturgeschichtlich und wissenschaftspolitisch aufschlussreichen Texte, wobei der Schwerpunkt auf der Satire liegt, die in faksimilierter Form hier erstmals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Die Georgia Augusta feierte im September 1837 mit einem ganz Göttingen zur Bühne machenden Fest ihr Hundertjahrjubiläum. Die Feierlichkeiten dauerten drei Tage und waren glanzvoll. Um für eine breitere zeitgenössische Öffentlichkeit die Jubiläumsaktivitäten zu dokumentieren und um den „Festmarathon“ als einen der Höhepunkte der Universitätsgeschichte für die Nachwelt festzuhalten, erschienen 1838 bei drei deutschen Verlegern in drei deutschen Städten drei Festbeschreibungen. Zwei davon halten für den Leser Überraschungen bereit: Eduard Beurmanns Prosabericht ist in höchstem Maße kritisch, ja zum Teil sogar sarkastisch, Christianus Juvenalis hat sich für eine hexametrische Satire (!) als „Geburtstagsgeschenk“ entschieden, nur Friedrich Wilhelm Rettbergs Schilderung liegt auf der offiziellen (d.h. enkomiastischen) Linie. Das vorliegende Bändchen bietet eine vergleichende Interpretation dieser drei kulturgeschichtlich und wissenschaftspolitisch aufschlussreichen Texte, wobei der Schwerpunkt auf der Satire liegt, die in faksimilierter Form hier erstmals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Das 19. Jahrhundert als Mediengesellschaft

Authors:
Book Series: Ateliers des Deutschen Historischen Instituts Paris ISSN: 2190-2429 ISBN: 9783486989298 9783486591408 Year: Volume: 4 Pages: 196 DOI: 10.1524/9783486989298 Language: French, German
Publisher: De Gruyter
Subject: History
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Abstract

Vom 19. Jahrhundert als einer Mediengesellschaft zu sprechen, erscheint als ein Anachronismus. Der Begriff sucht den Bedeutungsgewinn und die Diversifizierung der Medien in der Gegenwart zu erfassen und damit nicht zuletzt heutige von früheren Gesellschaften abzugrenzen. Die Annahme, dass Medien in früheren Gesellschaften nicht ebenfalls eine zentrale und spezifische Rolle zukam, wäre jedoch irrig. So war das 19. Jahrhundert nicht nur vom Aufstieg ein Vielzahl einstmals neuer Medien geprägt, sondern auch dadurch, dass sich die Gesellschaft über öffentliche und mediale Kommunikation erst konstituierte und ausdifferenzierte. Der Band macht es sich zur Aufgabe, ineinander greifende zentrale mediale und gesellschaftliche Entwicklungen für Deutschland und für Frankreich in einer übergreifenden wie vergleichenden Perspektive vorzustellen. Open Access: Dieser Titel steht Ihnen zum Download als PDF zur Verfügung.

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1912-2012 El siglo de los comunistas chilenos

Authors:
ISBN: 9789563031423 Year: Volume: 1 Pages: 563 Language: Spanish
Publisher: Ariadna Ediciones
Subject: Economics --- History
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Abstract

Compiling dedicated to various aspects of the history of the Communist Party of Chile in its history in the 20th century

À sombra do Plátano: crônicas de história da medicina

Authors:
ISBN: 9788561673635 Year: Pages: 408 DOI: http://dx.doi.org/10.7476/9788561673635 Language: PT
Publisher: SciELO Books - Editora Fap-Unifesp
Subject: History
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Abstract

Este livro traz aos leitores uma coletânea de cinquenta textos que revelam episódios e personagens que fizeram parte da história da medicina. Em sua amplitude, são abordados diferentes temas, alguns sob a forma de narrativas destinadas à difusão de assuntos culturais da área médica; outros, por sua vez, expõem o posicionamento do autor a partir de uma análise cuidadosa, como em “O Símbolo da Medicina”, “O Juramento de Hipócrates”, “Curar Algumas Vezes, Aliviar Quase Sempre, Consolar Sempre”, e “Que Relação Tem Júlio César com a Operação Cesariana?”. O poder de crendices é mostrado em textos como “Úlcera Péptica e a Ilusão do Conhecimento”, “O Ato Médico através da História” e “Modismos na História da Medicina”. O título escolhido para obra tem forte relação com o tema proposto, pois, segundo a tradição, foi embaixo de um plátano, na ilha grega de Cós, que Hipócrates ensinou a seus discípulos os preceitos da medicina.

Aantekeningen bij Tjan Tjoe Siem's vertaling van de Lakon Kurupati Rabi

Authors:
Book Series: Verhandelingen van het Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde ISSN: 15721892 ISBN: 9789004285934 9789004286535 Year: Volume: 29 Pages: 76 DOI: 10.1163/9789004286535 Language: Dutch
Publisher: Brill
Subject: History
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Abstract

Indonesia

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Indonesia

Absolutismus, ein unersetzliches Forschungskonzept? L'absolutisme, un concept irremplaçable? Eine deutsch-französische Bilanz. Une mise au point franco-allemande

Authors:
Book Series: Pariser Historische Studien ISSN: 0479-5997 ISBN: 9783486580952 9783486841329 Year: Volume: 79 Pages: 239 DOI: 10.1524/9783486841329 Language: German, French
Publisher: De Gruyter
Subject: History
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Abstract

Die Frühe Neuzeit kannte eine Vielzahl von Diskursen, Performanzen und Repräsentationen, die auf eine Überhöhung des Monarchen abzielten, ohne sich jedoch zu einer kohärenten Gesamtheit zusammenzufügen. Ist das umfassende Forschungskonzept "Absolutismus" diesem heterogenen Befund angemessen? Die Beiträge gehen dieser Frage im Wesentlichen anhand von französischen Beispielen nach. Sie sehen Absolutismus dabei im Sinne neuerer kulturhistorischer Ansätze nicht als "objektive" Gegebenheit oder real existierende gesellschaftliche Struktur, sondern als frühneuzeitliche Konstruktion, als sozial und kulturell konstruierte Vorstellungswelt, in der Einflussmöglichkeiten und Herrschaftsansprüche zu allererst symbolisch repräsentiert wurden.

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Abwesenheit von Rom: Aristokratische Interaktion in der späten römischen Republik und in der frühen Kaiserzeit

Authors:
ISBN: 9783946054016 (PDF) 9783946054009 (Hardcover) 9783946054023 (Softcover) Year: Pages: 362 DOI: 10.17885/heiup.43.32 Language: German
Publisher: Heidelberg University Publishing (heiUP)
Subject: History
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Abstract

The immense ideological significance that the city of Rome held since the times of the late republic corresponded until the 2nd century AD with the actual supremacy of the urbs within the Imperium Romanum: Rome was the place where socially and politically influential players and groups met; it was where they tried to create an atmosphere of mutual understanding and agreement through complex ways of interaction. Until well into the imperial era the senatorial aristocracy considered the interacting presence of Rome as a major constant of their lifestyle. At least until the 1st century AD the emperors could not disengage themselves from the reference framework that the city was. Therefore, the forms and the reasons for aristocratic and imperial absence are of particular interest. Which role the absence of Rome played in the system of aristocratic interaction and which implications it had for politics and the society of the late republic and the early imperial era is the subject of the present study.
Astrid Habenstein's work was awarded by the Historical Institute at the University of Bern with the prize for the best PhD-thesis in 2012.
Der immensen ideellen Bedeutung, die der Stadt Rom seit der späten Republik zugemessen wurde, entsprach bis in das 2. Jhd. n. Chr. die reale Vorrangstellung der urbs im Imperium Romanum: In Rom trafen die gesellschaftlich und politisch maßgebenden Akteure und Gruppen aufeinander, hier versuchten sie in Form komplexer Interaktionen gegenseitiges Verständnis und Einvernehmen herzustellen. Bis in die Kaiserzeit betrachtete die Senatsaristokratie die interagierende Präsenz in Rom als wesentliche Größe ihrer Lebensführung. Zumindest im 1. Jhd. n. Chr. konnten sich auch die Kaiser nicht vom Referenzrahmen der Stadt lösen. Umso interessanter sind Formen und Anlässe aristokratischer oder kaiserlicher Absenz. Welche Funktionen die Abwesenheit von Rom im System der aristokratischen Interaktion hatte und welche Implikationen dies für Politik und Gesellschaft der späten Republik und frühen Kaiserzeit mit sich brachte, ist Gegenstand der vorliegenden Studie.
Die Arbeit wurde 2012 mit dem Preis des Historischen Instituts der Universität Bern für die beste Dissertation des Jahres 2012 ausgezeichnet.

Acht Geschichten über die Integrationsgeschichte

Authors:
ISBN: 9783706549448 Year: Pages: 324 Seiten Language: de
Publisher: Studien Verlag
Subject: History
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Abstract

European integration represents a historically unprecedented and new form of a continent's peaceful unification. Therefore, historiography needs innovative theoretical concepts to illustrate this process appropriately; at the present moment, however, integration history is only characterized by an extensive 'theoretical deficit'. The book project 'Acht Geschichten über die Integrationsgeschichte. Zur Grundlegung der Geschichte der europäischen Integration als ein episodisches historiographisches Erzählen' critically adopts this opinion and illuminates the theoretical principles of integration historiography. A proposal regarding the theoretical principles of unification historiography is compiled from an interdisciplinary perspective. The concept of the episodic historiographic narrative (Peter Pichler) understands the unification of Europe as a comprehensive cooperation and transformation process in which various historic strands (e.g. political, economic, cultural, social, legal, religious, etc.) interlink with each other. Therefore it would be most sensible to show their totality as an episodic historiographic network within the historiographic context. This theoretical proposal shall be provided for research as a new meta-perspective and methodical tool.In a first step, the hitherto existing research on integration history is critically reviewed. Furthermore, its discourse will be analysed. Particular attention is paid to include Eastern and Southern European as well as Turkish perspectives. Their synopsis shows the interplay between the Eastern and Southern European 'transition'-narrative and the Turkish perspective on the integration process as the driving force of the debate. Furthermore, 'post-modern' perspectives on integration history represent an important feature of the discourse's acceleration and renewal. The first step ends with the contributors being able to give a first innovative impulse to the discursive renewal of research concerning integration history; the neoterised term 'transnarrative competence' allows for correlation between 'transition'-narrative and Turkish perspectives on integration. In a second step, those theoretical features from recent developments in integration and historical theory are isolated that can contribute to a perspective renewal of research. The concept of the episodic historiographic narrative proposes an interdisciplinary theory based on those elements of political, social, legal and cultural sciences. The analytical narrative mindset of each element is determined and thus reconstructed as one episodic plot line, one episode of European integration history. The net of episodes eventually constitutes the proposed theory of an episodic historiographic narrative. Thus, the concept of the episodic historiographic narrative does not only enable histrorians to overcome the deficit in the theory of integration historiography but also enters new academic ground by uniting interdisciplinary elements to an episodic network.

Die europäische Integration stellt eine historisch präzedenzlose und neuartige Form der friedlichen Vereinigung eines Kontinents dar. Die Geschichtswissenschaft benötigt daher innovative theoretische Konzepte, um diesen Prozess angemessen erklären zu können - zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Integrationsgeschichte jedoch durch ein weitgehendes "Theoriedefizit" geprägt. Das Buchprojekt "Acht Geschichten über die Integrationsgeschichte. Zur Grundlegung der Geschichte der europäischen Integration als ein episodisches historiographisches Erzählen" nimmt diesen Befund kritisch auf und leuchtet die theoretischen Grundlagen der Integrationshistoriographie aus. In interdisziplinärer Perspektive wird ein Vorschlag zur theoretischen Grundlegung der Vereinigungshistoriographie erarbeitet. Das Konzept eines episodischen historiographischen Erzählens (Peter Pichler) begreift die Einigung Europas als einen umfassenden Kooperations- und Transformationsprozess. In diesem Prozess greifen verschiedenste geschichtliche Teilstränge (etwa politische, wirtschaftliche, kulturelle, soziale, rechtliche, religiöse usw.) netzwerkartig ineinander. Im historiographischen Text ist deren Gesamtes daher am sinnvollsten als ein episodisches historiographisches Netzwerk zu repräsentieren. Dieser Theorievorschlag soll als neue Metaperspektive und methodisches Arbeitsinstrument zu Verfügung gestellt werden.Ein erster Arbeitsschritt unterzieht die bisherige Forschung zur Integrationsgeschichte einer kritischen Bestandsaufnahme und Diskursanalyse. Besonderes Augenmerk liegt darauf, auch ost- und südosteuropäische sowie türkische Perspektiven miteinzubeziehen. In der Synopsis zeigt sich das Zusammenspiel von ost- und südosteuropäischem "transition"-Narrativ sowie der türkischen Perspektive auf den Integrationsprozess als Motor der Debatte. Weiters stellen "postmoderne" Perspektiven auf die Integrationsgeschichte ein wichtiges Element der Beschleunigung und Erneuerung des Diskurses dar. Der erste Arbeitsschritt endet damit, einen ersten Innovationsimpuls zur diskursiven Erneuerung der integrationsgeschichtlichen Forschung geben zu können: Der neu eingeführte Begriff der "transnarrativen Kompetenz" ermöglicht es, "transition"-Narrativ und türkische Integrationsperspektiven aufeinander zu beziehen.In einem zweiten Arbeitsschritt werden aus der jüngsten Entwicklung in Integrations- und Geschichtstheorie jene theoretischen Elemente isoliert, die zu einer perspektivischen Erneuerung der Forschung beitragen können. Das Konzept des episodischen historiographischen Erzählens verbindet diese Bausteine aus Politik-, Sozial-, Rechts- und Kulturwissenschaften zu einem interdisziplinären Theorievorschlag. Die Bausteine werden in ihrer jeweiligen analytischen Erzählhaltung bestimmt und somit als jeweils ein episodischer Erzählstrang, als eine Episode der Geschichte der europäischen Integration rekonstruiert. Das Netzwerk dieser Episoden macht schließlich den Theorievorschlag eines episodischen historiographischen Erzählens aus. Das Konzept des episodischen historiographischen Erzählens ermöglicht somit nicht nur die Überwindung des Theoriedefizits der Integrationsgeschichtsschreibung, sondern dringt mittels der Vereinigung interdisziplinärer Bausteine zu einem episodischen Netzwerk tief in wissenschaftliches Neuland vor.

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